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 Vorletzten Samstag sind wir 4 Deutschen auf die Berge gewandert. Der Plan war auf den hoechsten der Huegel zu wandern, sodass man auf der einen Seite die Aussicht auf die Stadt hat, auf der anderen einen schoenen Blick auf die schneebedeckten Berge.
Einen schoenen Ausblick auf Bischkek hatten wir. Doch die schneebedeckten Berge waren leider mit Wolken verdeckt als wir oben waren. Ein schoener Ausflug war es trotzdem.

 

Abends waren wir dann mit vielen anderen Deutschen im Klub. War ganz interessant und so haben wir endlich alle unsere Kollegen aus Deutschland kennenlernen koennen.

Am Montag hatte Philippi dann auch Geburtstag. Gefeiert haben wir bei ihm zuhause. Auch haben wir einen Kuchen gebacken, wobei Philli den groessten Teil dabei uebernommen hat. Philipp wohnt auch als einzigster von uns VIA-Freiwilligen in einem Ein-Familien-Haus, alle anderen wohnen naemlich in einer Platte. Und so ist es bei ihm zuhause ziemlich nobel. Auch hat seine Familie im Esszimmer ein gruenes Licht, sodass alles Essen unappetitlich aussieht. Ihr koennt euch ja mal die Fotos anschauen.
Im Kinderheim hab ich mich immer noch nicht wirklich eingewoehnt. Es ist auch sehr schwer mitanzusehen, wie die Kinder sich gegenseitig fertig machen, mit Sand oder Steinen auf sich schmeissen und im naechsten Moment sich wieder troesten und sich gegen einen anderen zusammenschliessen.
Auch haben die Kinder ein spezielles Beduerfnis etwas zu besitzen, sodass ich immer wieder schauen muss, dass ich mein Armband auch wieder bekomme. Schlimmer ist es natuerlich, wenn sie mir meine Brille wegnehmen und sie mir nicht mehr wiedergeben wollen. Dann drohe ich damit, dass ich zum Direktor gehe, denn von alleine geben sie die auch nicht wieder her. Aber bisher habe ich noch alles.

Heute war ich bei den ganz kleinen Kinder und die sind ja richtig suess. Sind zwischen 3 und 5 Jahre alt, schaetze ich mal. Habe mit ihnen Duplo und andere Sachen gespielt und sie fanden es sehr amuesant auf mir rumzuklettern.

Letzte Woche wurde im Kinderheim /renoviert/. Das bedeutet, dass weisse Farbe stark mit Wasser verduennt wurde, die Wand wurde dann gestrichen und das Resultat ist nicht zu sehen, es sieht genauso aus wie vorher. Der einzige Unterschied ist, dass der Boden dann voller weisser Flecken ist, die es dann zu entfernen gilt. Ganz schoen anstrengend muss ich sagen. Aber das ist ja inzwischen auch vorbei.

Letzte Woche war ich auch zum ersten Mal richtig krank. Hatte Durchfall der uebelsten Art und das gleich 2mal. Einmal Dienstag und einmal Samstag. Dementsprechend waren Philli und ich auch nicht, wie geplant, auf dem Dordoz Basar, sondern sie lag krank im Bett und ich auch. Dafuer werden wir diesen Samstag gehen, zumindest ist das der Plan.

Gestern waren wir dann aber fit und haben uns mit den ueblichen Verdaechtigen, also mit den VIA-Freiwilligen, in der Stadt bei der Post getroffen. Von dort aus sind wir erstmal ins Internetcafe und dann in ein Cafe.
Draussen hat es gestern den ganzen Tag geregnet bzw auch geschuettet und so blieben wir auch erstmal in dem Cafe.
Danach wollten Philli und ich noch in die beta stores, das ist das tuerkische Kaufhaus hier, um nach einer Jacke fuer mich zu schauen. Als wir jedoch aus dem Bus dorthin ausgestiegen sind und direkt vor der Philharmonie standen und dort das Filmfestival stattfand, sind wir spontan dorthin.
Ich wusste von meiner Gasttante, dass es um 17.00Uhr in der Philharmonie war. Konnte mir aber nichts darunter vorstellen. Naja… wie der Zufall spielt waren wir nicht nur um kurs nach 5 dort, sondern haben am Eingang noch John’s Gastbruder getroffen, der dort mit einigen Freunden rein ist, und die uns dann gleich mitgenommen haben. John’s Gastbruder studiert gerade Deutsch im 1. Semester und so waren auch die anderen alles Mitstudenten, die ihr Deutsch ausprobieren wollten.
Doch zurueck zum Filmfestival. Es war die Auftaktveranstaltung zu den 2. internationalen Issyk-Kul Filmfestspielen.
Erst dachten wir, dass das internationale sich auf GUS beschraenkt, denn als die ersten Regisseure vorgestellt wurden, waren sie aus Kasachstan, Russland, Turkmenistan und Kirgistan. Doch es waren auch Regisseure aus den USA, Kanada, Frankreich, sowie der Tuerkei dabei. Von daher war es schon internationaler, auch wenn der Grossteil aus den GUS-Laendern kam.
Moderiert wurde die Veranstaltung auf 3 Sprachen, zuallererst natuerlich Kirgisisch, danach Russisch und sogar auf Englisch.
Wir durften dann auch den 1. Film anschauen, nach einem Buch von Tschingis Aitmatov verfilmt. Ich hab zwar nicht sonderlich viel verstanden, denn Filme haben hier die Eigenheit auf einer fremden Sprache zu sein und es wird mit einer russischen Stimme einfach druebergesprochen. Nachdem dieser FIlm von einem kasachischen Regisseur kam, war der Film auf kasachisch. Darueber gesprochen dann die monotone russische Stimme. Und verstanden hab ich deshalb nur ganz wenig.

War trotzdem interessant.
Danach haben die Jungs uns noch heimgebracht. Also ein Teil hat Philli zu Fuss begleitet, da sie ja im Zentrum wohnt, und 2 Jungs, die auch bei mir in der Naehe wohnen, haben mich mit dem Taxi und zu Fuss heimgebracht und Alik ist danach alleine durch den Regen nach Hause gelaufen.

Zu Tschingis Aitmatov haben die Kirgisen sowieso eine spezielle Verbindung. Fast jeder Kirgise kennt die ganzen Buecher von ihm. Und es ist ein wahrer Volksheld.
Viele haben mir erzaehlt, dass sie geheult haben, als er dieses Jahr gestorben ist.
Und da Kirgisen natuerlich alle irgendwie miteinander verwandt sind, hat sich herausgestellt, dass Philipps Familie direkt mit Aitmatov verwandt ist. Es ist der Onkel der Mutter.
Und es ist immer sinnvoll zu wissen, wie denn das Buch, das man gerade liest, auf Russisch heisst. Denn ich habe /Die Richtstatt/ gelesen und wurde oft gefragt wie es denn auf Russisch heisst. Habe dann gemeint, dass es das mit den Woelfen ist und nun weiss ich, dass es auf /placha/ heisst.

Um nun mal zu ein paar Gepflogenheiten hier zu kommen:

// Die Begruessung
Maenner begruessen Maenner mit einem Handschlag. Frauen wird zugenickt. Auch sonst werden Frauen nicht beachtet, sondern eher ignoriert. Unter Jugendlichen laeuft das aber auch manchmal anders ab.

// Kopftuecher
Kirgisinnen tragen ein Kopftuch sobald sie verheiratet sind, oder schon vorher, wenn sie sehr glaeubig sind. Natuerlich gibt es auch Ausnahmen.
Aber die tragen das Kopftuch hier anders, als man es aus Deutschland kennt. In Deutschland sind die Muslime dann total vermummt, hier ist es viel lockerer. Vielleicht sind man es auf einzelnen Fotos, wenn nicht, werde ich nochmal eins machen.

// Gastfreundschaft
Prinzipiell trifft man sich zum Essen. Und nicht, wie man es in Deutschland macht, um zu Reden.
Als Gastgeschenk bringt man immer etwas zu essen mit. Das kann Fleisch und Schokolade sein oder eben auch Obst und Konfekt und Joghurt. Prinzipiell wird eine Tuete mit vielen verschiedenen Sachen mitgebracht. Es wird dann immer chai angeboten, also Tee, und dann wird einem der Teller vollgepackt mit lauter Zeug. Der Hoeflichkeit halber sollte man alles aufessen und am besten auch schnell, denn das zeigt, dass es einem schmeckt.
Auch habe ich endlich den Sinn von dem Konfektregal im Mix-Markt verstanden. Denn hier gibt es ganze Laeden, die eben NUR Konfekt verkaufen. Sodass man das immer noch zum Essen auf den Tisch stellen kann.

// Einkaufen
Kirgisen kaufen grundsaetzlich alles auf dem Markt bzw Basar ein. Deshalb sind hier die normalen Supermaerkte (uebrigens sind es 24/7 Supermaerkte) auch so teuer. Auf dem Basar bekommt man alles. Von Brot, Gemuese, Fleisch, Schreibwaren, Klamotten, Schuhe, Kosmetika, Elektronikartikel, Fahrraeder und auch alles was der Baumarkt so zu bieten hat.
Natuerlich gibt es hier auch Einkaufszentren, wie z.B. das vefa center. Das ist wirklich eine Abkupferung von US-Malls, nur kleiner. Auch von den Marken, die darin vertreten sind: ecco, North Face,…
Jedoch hab ich mir sagen lassen, dass alle Haendler aus dem vefa center sich ihre Sachen auf dem Dordoy Basar besorgen, der einfach eine Riesenflaeche ist, mit lauter importierten Dinge. Zu deutsch koennte man es auch Schwarzmarkt nennen.

// Wasser und Strom
Wasser und Strom ist hier DAS Problem. Es gibt zuwenig Wasser und deswegen auch zuwenig Strom. Alle haben Angst vor dem Winter, wenn man heizen muss.
In meiner Gastfamilie wirkt sich das Sparen so aus, dass man den Wasserhahn einfach mal 10min laufen laesst, ohne das ihn jemand braucht, oder das ueberall das Licht an ist und auch ueber Nacht einfach verschiedene Lichter weiter brennen.
Natuerlich muessen sie dann solche Probleme haben, wenn alle hier so handeln. Doch irgendwie werden die nicht auf das Sparen sensibilisiert, wie wir in Deutschland, sondern eher auf das Beschweren, dass der Winter hart wird.
Wir werden sehen, was er bringen wird.
Das erstmal zu den allgemeinen Dingen.

Uebrigens habe ich eine Absage der Uni Passau bekommen. Bin auf Platz 544 der Nachruecker von 13xx.
Gerade habe ich auch nach dem diesjaehrigen NC geschaut und der lag, wie letztes Jahr, auf 2,2. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich naechstes Jahr mit 2 Wartesemestern dann reinkomme.

2. Teil

Vorhin nach der Arbeit stand ich vor der Entscheidung entweder direkt nach Hause zu gehen, oder erst noch ins Internetcafe.

Nachdem die ganze Strasse vor dem Kinderheim gesperrt war, weil der russische Praesident da durchfahren wollte, wurde mir die Entscheidung sehr leicht gemacht, da sowieso keine Busse gefahren sind. Also bin ich dann die 30min zum Internetcafe gelaufen.
Aber irgendwie hab ich das Gefuehl, dass das Internet heute sehr viel langsamer ist. Aber was will man machen.

Heute war im Kinderheim richtig was los.
Und zwar ist gerade grosse Streichaktion. Das Zimmer der grossen Jungs wurde gestrichen. Die weisse Farbe war zwar so sehr mit Wasser verduennt, dass nicht viel Unterschied zu vorher zu sehen ist, aber der Vorgang des Streichens ist es ja wert. Vorallem durften wir danach den Boden abschrubben von den weissen Farbspritzern, denn dort hat man die Farbe erstaunlicherweise sehr gut gesehen.

Deshalb mussten die Kinder heute auch nicht schlafen.

Fotos vom Kinderheim gibt es uebrigens noch nicht, da ich mich bisher noch nicht getraut habe meine Kamera dort auszupacken. Aber morgen werde ich mal ein paar machen.

 

Uebrigens ist der Euro gerade nicht sonderlich stark. Als wir hier angekommen sind, hatten wir einen Wechselkurs von 55Som fuer einen Euro. Inzwischen sind es nur noch 50.
Ich beobachte das jetzt taeglich weiter, damit ich weiss, wann ich am Besten Geld abheben kann. Und es aergert mich gerade auch, dass ich im September mit Kreditkarte abgehoben habe und es erst diesen Monat verrechnet wird. Aber gut.. man kann es nicht aendern. Und mit ec bekommt man eben nicht sooft Geld, wie mit Kreditkarte.

Habe uebrigens gestern geklaert, an welche Adresse ich am Besten meine Post schicken lasse. Denn zuhause steht unser Briefkasten die ganze Zeit offen. Und ich weiss nicht, ob es sonderlich sinnvoll ist, wenn dort dann international aussehende Briefe fuer alle Bewohner Bischkeks frei darin liegen.
Deshalb schickt ihr Post am Besten ans Kinderheim. Dort kommt es sicher an und ich hoffe dann, dass es auch bei mir ankommt. Aber eigentlich duerfte das kein Problem sein.

Die Adresse ist also:
Lara Teichert
0550 297157
Zentre Reabilitazii Besprisornich Detei
Uliza Nowaja 1
72 00 44 Bischkek
Kirgistan

Warten wir mal ab, ob das auch klappt.
Ansonsten gibt es inzwischen einige tolle Reiseplaene, die es zu realisieren gilt.
Im Januar 2 Wochen Ski-Urlaub, wobei ich ueberlege fuer 4 Tage mitzugehen, aber meine Urlaubstage sonst anders verwende.
Und Ende April-Anfang Mai geht es evtl ueber China und Pakistan nach Indien. Wenn das klappen wuerde, waere es genial. John hat ausgerechnet, da wir durch diverse Feiertage in der Zeit nur 8 Tage Urlaub nehmen muessen, um 16 Tage am Stueck frei zu haben. Das ist der grobe Plan, mal schauen was daraus wird.
Fuer diejenigen, die Reiseplaene haben mich besuchen zu kommen, klaert deshalb bitte vorher ab, ob ich da ueberhaupt Zeit hab. Ihr koennt mich auch jederzeit anrufen +996 770 297157 (bitte bedenkt aber die 4 Stunden Zeitverschiebung die ich euch Voraus bin)

Und ich wollte mich noch bei euch fuer die vielen E-Mails die ihr mir schickt bedanken!
Aber bitte versteht, wenn die Antwort dann immer eine Weile braucht, denn eigentlich will ich nicht sooft und solange ins Internet…
Antworten auf Briefe bekommt ihr dafuer umso ausfuehrlicher. ;)

Jetzt noch ein paar Fotos:

Erdbeben? Nicht mitbekommen.

So, nachdem ich vorhin von Stephanie eine E-Mail erhielt, dass wir doch Bescheid sagen sollen, dass es uns gut geht, das uns nichts passiert ist, gibt es hier einen neuen Eintrag.

Uns geht es gut. Ich selber hab von dem Erdbeben nicht einmal was mitbekommen, weder koerperlich, noch habe ich es irgendwo gehoert.

Ansonsten geht es mir hier auch sehr gut, zwar leicht erkaeltet, aber das kommt eben vom fehlenden Wodka ;) Oder eben auch nicht. Auf jeden Fall wird es jetzt wieder besser.

Im Kinderheim den Tagesablaufplan zu verstehen ist garnicht so einfach. Manchmal gibt es Kontrollen, dass alle im Bett liegen und schlafen und heute widerum hat es niemanden gestoert.
Ich lerne staendig neue Namen kennen und auch die Kommunikation mit den Kindern wird staendig besser, auch wenn mir noch vieles fehlt, kann ich die wirklich wichtigen Dinge, wie z.B. Schaukel, schaukeln, Essen …

Daraus kann man fast erkennen, was ich im Kinderheim die meiste Zeit mache… entweder ich schucke die Schaukel an, die hier uebrigens fast auseinanderfaellt, oder ich trage Kinder auf mir rum oder ich spiele irgendwelche Spiele. Heute hat mir Denis ein Spiel beigebracht, den Namen weiss ich leider nicht, aber es geht darum, dass man auf einen Stapel Karten haut und die Karten sich dabei umdrehen muessen. Am Anfang hat es bei mir ueberhaupt garnicht geklappt, aber am Schluss hab ich manchmal schon den ganzen Stapel auf einmal umdrehen koennen.

Dann, wenn die Kinder wirklich schlafen muessen, hat John seine Vokabelkaertchen dabei und wir sitzen draussen auf der Bank und lernen Vokabeln und fragen sie uns dann gegenseitig ab. Das machen wir seit gestern und es ist auf jeden Fall eine sinnvolle Beschaeftigung.

Nachdem ich letzte Woche ja nie puenktlich bei der Arbeit war, da die 151 bei mir nicht mehr faehrt, habe ich beschlossen nicht bei mir an der Strasse zu warten, sondern 10min zur naechsten Bushaltestelle zu gehen und dort fahren viel mehr Marschrutkas, sowie auch Trollybusse.
Trollybusse sind was Feines: Man kann gerade darin stehen, man sieht raus, sodass man weiss, wo man sich gerade befindet, und sie kosten nur 5Som, anstatt 8Som. Also perfekt. Von mir zum Kinderheim fahren die Trollybusse 9 und 11, sowie viele Marschrutkas. Auch gibt es seit Mittwoch letzter Woche neue Busse und auch neue Buslinien. Die Linie 9 zum Beispiel gibt es neu.
Und nicht zu vergessen die Linie 42, die direkt bei mir an der Strasse faehrt und direkt ins Zentrum faehrt. Sehr praktisch.

Fuer meinen kleinen Bruder waren die Busse auch schon eine Sensation, erst schwaermte er davon und dann fragte er mich, ob ich denn auch schon mit den neuen  chinesischen Bussen gefahren bin. Erst wusste ich nicht, was er meinte, doch jetzt ist es mir klar. Die neuen Busse sind sogar so eine Sensation, dass gestern in der Linie 9 alles voll war und alle gequetscht standen, wahrend in der Linie 11 heute morgen, welche die gleiche Route faehrt, hatte ich einen Sitzplatz.

Neue Autos sind hier sowieso eine Sensation, denn die meisten Autos sind Gebrauchtwagen aus Europa. Sodass es keine Seltenheit ist ein Auto zu sehen, auf dem noch der Deutschland-Aufkleber drauf ist. Auch kommt ein grosser Teil der Marschrutkas aus Deutschland (alte Transporter).

Letztes Wochenende war ich mit Philli auf dem Basar bei mir in der Naehe. Wir haben eine Hose fuer sie gesucht. Was sich aber aufgrund Phillis Groesse und Phillis Geschmack als sehr schwer gestaltet hat, denn einfache Hosen ohne Verzierungen gibt es hier kaum, sondern immer nur mit viel Glitter und Glitzer…
Dafuer haben wir fuer mich eine Strumpfhose gefunden.
Auch haben wir dann ganz viele verschiedene Obstsorten gekauft und einen leckeren Obstsalat gemacht.

Am Montag waren wir dann bei der Deutschen Botschaft, ziemlich unfreundlich wurden wir dort auch wieder nach draussen gebeten. Aber egal, wir muessen ja nicht nochmal dorthin gehen. Denn jetzt stehen wir auf der Deutschenliste. Falls etwas passieren wuerde in Kirgistan, wuerden wir mitevakuiert werden.
Danach haben wir uns dann in Kirgistan registriert. Einfachhalber wohnen alle deutschen weltwaerts-Freiwilligen jetzt in dem Waldorfkindergarten, in dem auch Katja wohnt. Katja ist eine andere Freiwillige, sie arbeitet in Philli und Philipps Projekt und ist ueber die Freunde der Erziehungskunst Rudolf STeiners da.

Auf jeden Fall hat das alles geklappt und nun sind wir hier angemeldet.

Ich muss Schluss machen. John hat mich gerade daran erinnert, dass wir uns in 15min mit Philli am ZUM treffen wollen. Bis dann, machts gut.

1. Woche in Bischkek rum

So, nun komm ich mal wieder ins Internet-Cafe.. dieses Mal ins Schmel, welches uns von Perisat empfohlen wurde.

Mir geht es immer noch sehr gut. Das Wetter ist abwechlungsreich, heute war es z.B. richtig heiss und wir haben zur Mittagszeit mit den Kindern Fussball gespielt.

Zur Arbeit. Unsere Arbeitszeiten sind von 10-15Uhr.. also ganze 5Stunden am Tag. Wir haben keine speziellen Aufgaben, sondern duerfen uns diese selber schaffen.
Das Kinderheimhat momentan 72 Kinder, im Alter von 3 bis 14 Jahren. Wenn sie dann aelter sind, landen sie wieder auf der Strasse, ausser Verwandte nehmen sie bei sich auf. Denn es gibt nur Gelder fuer Kinder bis 14 Jahre.
Es gibt 5 Schlafraeume, einen fuer die grossen Jungs, fuer die kleinen Jungs, fuer die grossen Maedchen, fuer die kleinen Maedchen und einen gemischten fuer die ganz kleinen. In den Maedelszimmern stehen z.B. 10 bzw 14 Betten drin. Die 24 Maedels teilen sich dann ein Bad, dort steht eine Waschmaschine, ein Kloh, eine Badewanne und ein Waschbecken. Bei den Jungs laeuft das aehnlich ab.

Die Kinder sind teilweise sehr aggressiv, schlagen sich gegenseitig und staendig ist einer am Heulen. Es wird sich auch nicht wirklich um sie gekuemmert, sondern die werden meistens nur angeschrien. Die Kinder haben einen grossen Besitzanspruch, da sie ja garnichts besitzen, sodass der Ball, den John am 1. Tag mitgebracht hat, schon mit Namen beschriftet ist und auch das beim Spielen oft einfach der Ball genommen wurde und gesagt wurde /meins/.

John ist auch schon am Dienstag sein Handy abhanden gekommen im Kinderheim, sodass er sich gleich nochmal ein Neues kaufen musste. Uebrigens, das Handy das John und ich haben, ist das billigste Handy, das es dort gab (Nokia) und kostete 1650 Som, also 33Euro.
Postkarten kosten 20Som, Porto fuer die Postkarte nach Deutschland kostet 24Som.

Was auch noch bescheiden ist im Kinderheim ist die Tatsache, dass die Kinder von 13-16Uhr schlafen muessen. Sodass wir in der Zeit nichts machen koennen, denn da wird auch drauf geachtet. Auch wenn wir bisher eigentlich dann immer in den Schlafzimmern von ihnen sassen und uns unterhalten haben.
Aber wir werden sehen, was die Zeit bringen wird.

Uebrigens schaffe ich es hier nicht, puenktlich zur Arbeit zu kommen, was aber nicht an mir liegt, sondern an der fehlenden Marschrutka, auf die ich immer warte. Am Montag, als ich mit Perisat zur Arbeit bin, kam die Linie 151 bei mir vorbei. Doch am Dienstag und heute auch hab ich eine halbe Stunde an der Strasse gwartet und es kamen alle Linien vorbei, aber eben nicht die 151. Dienstag bin ich schlussendlich mit dem Taxi gefahren. Und heute habe ich mal den Bus 42 ausprobiert, bin dann in der Stadt gelandet und von dort aus eben mit der Marschrutka weitergefahren. War dann um halb 11 bei der Arbeit.

Heute morgen war auch irgendein Konzert bei der Arbeit, die Kinder hatten etwas eingeuebt und ein paar Erwachsene haben zugeschaut. Fuer was genau das war, hab ich leider nicht verstanden, aber es hatte glaube ich etwas mit dem Herbst und dem Lehrertag zu tun?! War auf jeden Fall total suess, wie die Kinder dann getanzt, gesungen und vorgetragen haben.

Gestern war hier uebrigens Feiertag, Ende des Ramadan. Denn hier fastet zwar kaum einer, also zumindest keine von unseren Gastfamilien, aber das Ende feiern sie trotzdem. Man muss die Feste eben nehmen, wie sie fallen.
Wir Deutschen wollten unbedingt in die Berge, haben uns also um 12Uhr am ZUM getroffen und dann erstmal geschaut, wie wir in die Berge kommen. Laut Perisat sollte es einen Bus ab dem Osch Basar geben. Also sind wir erstmal zum Osch Basar und haben nach der Marschrutka Ausschau gehalten, aber sie kam nicht. Sodass John meinte, wir sollten mit der 118 fahren, weil die ziemlich weit rausfaehrt. Er wohnt naemlich kurz von den 1. Huegeln. Wir sind dann also mit der naechsten gefahren und nachdem sie spontan eine andere Strecke fahren wollte, sind wir ausgestiegen und haben erneut nach einer Marschrutka Ausschau gehalten.

Wir wurden dann von 2 Maennern angesprochen und sie wollten uns fahren. Wir haben dann kurz ueberlegt und haben einfach das 1. Dorf ausserhalb von Bischkek genannt, dass wir da hinwollen. Schlussendlich haben sie uns dann noch viel weiter gefahren, und zwar zum Reservat Ala-Archa. Das ist der Punkt, an dem die Strasse aufhoert. Wir hatten mit dem Wetter allgemein Pech, in Bischkek war es leichter Nieselregen und als wir dann im Ala-Archa den Berg hochgelaufen sind, wurde aus dem Nieselregen Nieselhagel und spaeter dann Schnee. Wir sind foermlich in den Schnee gelaufen.

Fotos gibt es an dieser Stelle gerade nicht, da das Internetcafe den USB Zugang versperrt hat. Also naechstes Mal dann vielleicht.

Total durchnaesst und verfroeren sind wir dann wieder zurueck nach Bischkek gefahren und die Maenner, der eine hiess Kuba und den anderen Namen hab ich vergessen, haben uns zu sich nach Hause zum Essen eingeladen. Und nun weiss ich, was Philipp meinte, dass seine Gastfamilie ihn maesten wuerde.
Es gab viel zu essen. Aber nicht genug. Wir mussten viel essen. Kuschaite! Es war zwar lecker, aber doch zuviel.
Zum Essen gab es zum Beispiel: eine Art fritiertes Brot, fritierte Teigteile, Brot, gefuellte Schafstaschen (Name vergessen, aber eines der Nationalgerichte), wieder ein anderes Brot, Aepfel, Birnen, Tomaten, Kekse, Schokolade und natuerlich auch Tschai.

Den Wodka am Schluss haetten wir alle gut vertragen und ihn wahrscheinlich auch gebraucht, waere die Frau nicht da gewesen, haetten wir ihn auch bekommen. Denn gekauft hatte er den schon auf dem Weg. Aber Kirgisen sind ja Moslems und die duerfen ja keinen Alkohol trinken.

Das Thema Alkohol ist hier eh ein bisschen scheinheilig. Wir haben ja auch schon Wein bekommen und uns wurde eingeblaeut wir sollten es ja nicht zuhause sagen. Aber gut.

Danach sind wir alle zum John nach Hause und haben dort weiter tschai getrunken. Von da aus bin ich noch zu Philipp, da er ja ganz in meiner Naehe wohnt und ich auch mal sehen wollte, wie er wohnt. Denn alle ausser ihm, wohnen in einem Plattenbau. Und er in einem richtig schicken Haus, schoen ummauert, dass auch nichts passiert.
Dort wurde ich dann auch noch genoetigt zu /probieren/. Probiert habe ich, jedoch meinte seine Gastmutter ich sollte noch viel mehr essen. Aber draussen wurde es dunkel, sodass ich zum Glueck einen Grund hatte, gehen zu muessen. Bin dann, nachdem nie die passende Marschrutka vorbeikam, mit dem Taxi gefahren, 80som.

Muss jetzt mal wieder gehen. Es wird draussen wieder dunkler und ich muss, bevor ich nach Hause komme, noch irgendwo mein Handy aufladen. Denn momentan sind 0,01 som drauf, also nichts!

Liebe Gruesse nach Deutschland und den Rest der Welt,
Lara

Angekommen in Bischkek

Привет

 

Nach einem langen, anstrengenden Flug von Frankfurt ueber Moskau, dessen Flughafen eine grosse Baustelle ist, sind wir am Freitagfrueh in Bischkek angekommen.

Nachdem wir die letzten waren, die durch alle Kontrollen durch waren, wurden wir dort von Perisat, unserer Betreuerin, sowie Johns und Philipps Bruedern begruesst.

Die Jungs sind dann mit den Bruedern mitgefahren und die Maedels bei Perisat. Sie hat uns dann zu unserem neuen Zuhause gebracht. Dort angekommen durfte ich erstmal lernen, dass man in der Wohnung IMMER die Schuhe auszieht, und zwar direkt an der Tuer.

Nachdem ich dann erst nochmal 6 Stunden geschlafen hatte, bin ich aufgestanden und durfte auch gleich Elvira, meine Gastmutter, kennenlernen. Morgens habe ich Alia kennengelernt, meine Schwester.

Elvira hat mir dann erstmal was zu Essen warm gemacht, den Namen hab ich leider vergessen, aber es ist anscheinend typisch fuer hier. Reispfanne mit Karotten und Huehnchen… und das Ganze sehr fettig. Aber lecker. Dazu gab es dann чай (Tee) zu trinken, sehr sehr lecker!

Elvira musste dann auch wieder weg und so hatte ich genuegend Zeit mich ein bisschen umzuschauen, mich frisch zu machen, sowie mein Koffer auszupacken. (Uebrigens ist aeroflot sehr pingelig mit den 20kg Gepaeck. Die Jungs haben erst einiges noch ins Handgepaeck und durften dann jeder noch das eine Kilo zuviel bezahlen, immerhin 11Euro pro Kilo. Und wir Maedels haben aus Phillis Gepaeck noch etwas in mein Handgepaeck und dann waren wir zusammen bei 42kg. Schlussendlich kamen wir dann auf 20,6kg, was daran lag, dass ein kleiner Teil meines Rucksacks auf dem Rand der WIegemaschine lag, sprich: nicht mitgewogen wurde…. Glueck gehabt.)

Nachdem ich mich dann haeuslich eingerichtet habe, bin ich ein bisschen die Umgebung erkunden gegangen. Dabei habe ich dann diesen Obststand gefunden.

ein kleiner Obst- & Gemuesestand. Von wegen es gibt nur ein Jahr Fleisch ;)

ein kleiner Obst- & Gemuesestand. Von wegen es gibt nur ein Jahr Fleisch ;)

 Inzwischen weiss ich, dass dies ein kleiner Obststand ist.

 

Nach 1,5h war ich dann auch wieder zuhause und war immer noch alleine. Habe dann noch etwas gegessen und gewartet, dass jemand nach Hause kommt. Denn ich war zwar total muede, aber ich durfte nicht schlafen, denn sonst waer niemand mehr in die Wohnung gekommen. (Man muss von innen einen Riegel vorschieben)

Irgendwann kamen dann auch Elvira und Atai (mein kleiner Bruder). Ich habe ihnen dann meine Geschenke gegeben, sie haben sich sehr gefreut! Und ich hab zusammen mit Atai das Lego zusammen gebaut. Danach habe ich mit ihm und seinen Autos, sowie dem Lego gespielt. Unsere Konversationen waren jedoch das Beste.. er redet mich verdammt schnell auf Russisch zu, ich frag >was?< und er sagt mir das Gleiche nochmal in demselben Tempo. Daher blieb es dabei, dass ich ihn reden liess. Irgendwann bin ich dann auch ins Bett.

Am Samstag hab ich dann erstmal lange geschlafen und als ich  aufgestanden bin (um 11Uhr) gab es dann Fruehstueck. Und zwar gab es pommesaehnliche Kartoffelstreifen, in der Pfanne angebraten und dazu gab es Salat (Tomate und Paprika), sowie Brot. Und natuerlich wieder чай.

Mittags sind wir in die Stadt, erst einen Bankautomaten suchen, und erfolgreich gefunden. Habe ersteinmal die erlaubte Hoechstsumme abgehoben, 8 000 som (160Euro).
Wir leben hier uebrigens in einer Schein-Gesellschaft. Es gibt sogar 1 som Scheine (= 2cent).

Atai (mein kleiner Bruder), der Onkel dessen Name ich immer wieder vergesse, Elvira (meine Gastmutter) und Philli mit ihrem Woerterbuch

Atai (mein kleiner Bruder), der Onkel dessen Name ich immer wieder vergesse, Elvira (meine Gastmutter) und Philli mit ihrem Woerterbuch

Danach sind wir zur plaza (heisst wirklich so), dort haben Alia und ich nach einem Handz fuer mich geschaut, da meine Anforderung war, dass auch das russische Alphabet drauf ist, wurde die Auswahl stark eingeschraenkt. Nachdem ich dann ein guenstiges gefunden hatte, hat die Verkaeuferin gesagt, dass man zum Kauf einen kirgisischen Pass brauche, und das war es dann erstmal mit dem Handy-Einkauf.
Alia hat dann eine Weile telefoniert (hier laeuft eh alles ueber das Handy) und danach meinte sie zu mir, dass Philli auch herkommen wuerde. :)
Kurz darauf kam Philli auch und wir durften erst ein sehr /leckeres/ Getraenk probieren, und wir haben den Kirgisen versprochen, dass es uns irgendwann schmecken wird. Wir haben dann auch festgestellt, dass wir jetzt Grosscousinen sind, denn ihr Onkel und meine Tante sind verheiratet und wohnen in Kanada. Doch gerade eben waren sie da, sodass wir beide mit dem Onkel dann ein bisschen Bischkek angeschaut haben, mit ihm kirgisisch essen waren (die essen immer SOOOO viel) und dann sind wir in die Berge gefahren und haben dort auf unser Jahr getrunken.

Philli und ich trinken auf unser Jahr. Im Hintergrund Teile Bischkeks

Philli und ich trinken auf unser Jahr. Im Hintergrund Teile Bischkeks

Uebrigens… kirgisischer Rotwein ist ja sooo lecker. Nur zu empfehlen. Richtig suess :)

Nachdem wir dort oben auf dem Berg waren, sind wir wieder nach Bischkek reingefahren. Uebrigens, die Strassenqualitaet ist hier echt wunderbar, lauter Schlagloecher und auch sonst nicht eben.

In Bischkek haben wir dann Alia und eine Freundin von ihr, Beta, getroffen. Wir sind dann erst zusammen, also Alia, Beta, Philli und ich, in ein Cafe und spaeter ins Kino (Мама Мия!).
Als wir aus dem Kino gekommen sind, hat es geregnet und nun wurde mir bewusst, wieso die Maedels hier alle hohe Schuhe anhaben.
Erst wollten wir dann in eine Bar gehen mit dem Namen Sweet 60s, aber dort hatten sie kein Strom, so sind wir mit dem Taxi in eine andere Bar gefahren, Musikrichtung Jazz.
Dort haben wir dann wieder was getrunken, also ich einen chilenischen Weisswein, nachdem die dort keine kirgisischen Weine zur Auswahl hatten und nach der Shisha sind wir dann auch gegen 1 Uhr nach Hause gefahren, also mit dem Taxi.

Und heute… erst lange geschlafen, dann eine Paprika gegessen. Irgendwann kam Atai vom Internetcafe und ich meinte, dass ich auch will. So sind wir nochmal los. Leider hat es in den Internetcafes in der Umgebung unserer Wohnung kein Internet, sondern es sind reine Computerspielcafes ;) .
Uebrigens bin ich sehr froh keinen Laptop dabei zu haben, denn meine Familie hat nicht einmal einen Computer, und so ist es schon besser. Alleine Atais Augen, als er meinen Discman gesehen hat, waren schon hart zu sehen.

Nun gut, wir sind dann noch eine Weile in unserem Bezirk rumgelaufen. Zur Erklaerung, ich wohne im Mikrorajon 6, eine Art Bezirk mit lauter Plattenbauten. So wohne ich z.B. im Mikrorajon 6, Haus 10, Wohnung 98.

Irgendwann sind wir dann nach Hause. Ich hab dann noch ein bisschen was gegessen und bin dann los Richtung Stadt um Perisat und die anderen Deutschen vor dem ZUM zu treffen.
Bin auch mit der richtigen Marschruka (Kleinbusse mit einer bestimmten Route) gefahren, nur leider habe ich den ZUM verpasst, sodass ich irgendwann meinen Sitznachbarn fragte und er nach hinten deutete. Bin dann noch ca. 15min zum ZUM gelaufen.
Dort angekommen habe ich mit Perisat ein Handy, sowie eine Handykarte gekauft.

Mit Perisat haben wir dann erst einmal einen Stadtplan von Bischkek gekauft, dann sind wir in ein Cafe und haben ueber alle moegliche geredet und sie hat uns einiges erklaert.

Und jetzt sitze ich hier. Es wird langsam dunkel, sodass ich mal eine Marschruka suchen sollte damit ich nach Hause komme. Denn im Dunkeln soll es sehr gefaehrlich sein.

Meine Handynummer ist jetzt uebrigens: +996 550 297 157
Wenn ihr wollt, koennt ihr mich ja mal anrufen. ;)

Morgen um 8.30Uhr wird mich Perisat abholen und wir fahren zusammen zu meinem Kinderheim, damit  ich den Weg kenne. Bin ja schon gespannt, wie das wird.

Das wars erstmal von mir.
Liebe Gruesse…
Lara

 

 

Es kann losgehen..

 

letzte Impfung rum.

 

Visum erhalten.

Vertrag bekommen und unterschrieben.

Fluginformationen und E-Ticket erhalten.

Abschiedsfestle vorbei.

 

Und grade eben die Informationen von meiner Gastfamilie erhalten! :)
Meine Gastmutter heißt Elvira und ist 30, sie arbeitet als Kassiererin im Kasino. Sie hat einen Sohn, der 7 Jahre alt ist und in die 2. Klasse geht. Und die Nichte Alia, 22 Jahre alt, die studiert und auch arbeitet. 
Sie wohnen in einer 3-Zimmer Wohnung und ich werde mein eigenes Zimmer haben.

Das sind alle Infos, die ich bisher weiß.
Ach, ich freu mich so…. jetzt kann es endgültig losgehen! :)  

 

Noch 2 Tage hier im kalten Süddeutschland.
Am Donnerstag fahr ich mit dem Zug ab Ulm um 8.51Uhr.
Wer mich noch verabschieden möchte, darf gerne zum Bahnhof kommen! Oder einfach morgen irgendwann bei mir zuhause vorbeikommen. Müsste die ganze Zeit da sein.

 

Ich pack mal weiter. :)

 

Hier noch ein paar Fotos von meinem Abschiedsfestle:

letzte Impfung, Visum…

Gestern war der Nationalfeiertag von Chile und das musste natürlich gefeiert werden!

Außerdem war ich gestern beim Arzt und habe die 2. FSME Impfung bekommen. Nun habe ich alle Impfungen vorerst hinter mir. :)
In Ulm haben meine Mutter und ich dann noch ein paar Besorgungen gemacht, wie z.B. Gastgeschenke und Sachen für mein Abschiedsfestle am Sonntag. Der Umschwung von Grillen zu Pizza wurde aufgrund der kommenden Wetterlage beschlossen.

Heute durfte ich dann ein Einschreiben von der Post abholen. Ich hatte gehofft es würde das Visum sein… und es war das Visum! :)
Jetzt steht dem Abflug nichts mehr im Wege! :)

Meine Flugdaten:
25. September 2008
14.05Uhr ab Frankfurt
19.20Uhr an Moskau-Scheremetjewo

22.50Uhr ab Moskau-Scheremetjewo
5.10Uhr an Bischkek 

 

Nur noch 6 Tage :)

Herr Krieger, mein ehemaliger Russischlehrer, hat mir heute außerdem erzählt, dass es in Bischkek momentan 24°C hat. Ich freu mich schon auf den 2. Sommer :)

Wieder im Süden

So, bin gerade von meiner Reise durch den Norden wiedergekommen. 2 Wochen Berlin und 1 Tag Hamburg.

In Berlin war ich erst bei der total lieben Sara, mit der ich auch gut rumgekommen sind und sogar auf einem sehr guten Konzert waren. Schaut euch die Band einfach mal an –> http://www.myspace.com/wazabemusic

 

Dann war ich 12 Tage auf dem Vorbereitungsseminar. Von den Inhalten her war es viel Theorie und einiges auch schon bekannt. Aber die Zeit ist mit den super Leuten total schnell verflogen. Das man in so einer kurzen Zeit, soviele liebe Leute kennen und lieben lernt ist unglaublich! 
Wenn ihr das hier lest: Ihr seid spitze! Und ich hoffe wir sehen uns bei dem Nachbereitungsseminar wieder!!!

 

Von gestern auf heute war ich dann noch in Hamburg bei meinen Großeltern und meiner Tante. War auch schön, die nochmal vor dem Abflug wiederzusehen!

 

Und jetzt bin ich wieder da. Zwar müde, aber glücklich.

 

Hier nochmal die Gruppe vom Vorbereitungsseminar:

 
Wir gehen in folgende Länder:
Argentinien (1), Bolivien (1), Peru (3), Kenia (3), Tansania (4), Indien (2), Mongolei (1) und Kirgistan (4).

noch 30 Tage

In 30 Tagen gehts los nach Kirgistan…

schon irgendwie bald! :)
Zur Zeit mache ich noch letzte Besorgungen, v.a. die Gastgeschenke wollen gut ausgewählt werden.. aber vielleicht kaufe ich die auch erst nach Berlin, vllt bekomm ich dort noch Inspirationen.

War heute mit Freunden in Stuttgart. War total toll! :) Die Beiden fangen morgen ihr FSJ an, also es war ihr letzter „freier“ Tag.. irgendwie komisch, das alle schon angefangen haben und ich bin noch da.

 

Gestern habe ich meiner Schwester beim Auto ausräumen (von ihrem Umzug) geholfen. Mein Zimmer ist jetzt viel voller! Aber dafür ist es jetzt unser Zimmer. Find ich toll.

Danach waren wir Brillen für mich aussuchen. Werde sie Ende der Woche abholen können, eine Sonnenbrille und eine normale Brille. Zusammen kosten sie 260€… ganz schön viel. Aber ich brauch es ja täglich..

 

Heute kam auch noch ein Brief von der Auslands-Versicherung an.. ich habe mich ihm aber noch nicht genauer gewidmet. Das werde ich gleich mal tun.

 

Übrigens steht jetzt der Termin für mein Abschiedsfestle fest, es wird am 21. September 2008 ab 16.00Uhr bei mir zuhause stattfinden! 

 

Ich in Stuttgart mit einer Kindermütze ;)

 

Nun sind es nur noch 29 Tage… wie die Zeit vergeht! :)

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