Привет
Nach einem langen, anstrengenden Flug von Frankfurt ueber Moskau, dessen Flughafen eine grosse Baustelle ist, sind wir am Freitagfrueh in Bischkek angekommen.
Nachdem wir die letzten waren, die durch alle Kontrollen durch waren, wurden wir dort von Perisat, unserer Betreuerin, sowie Johns und Philipps Bruedern begruesst.
Die Jungs sind dann mit den Bruedern mitgefahren und die Maedels bei Perisat. Sie hat uns dann zu unserem neuen Zuhause gebracht. Dort angekommen durfte ich erstmal lernen, dass man in der Wohnung IMMER die Schuhe auszieht, und zwar direkt an der Tuer.
Nachdem ich dann erst nochmal 6 Stunden geschlafen hatte, bin ich aufgestanden und durfte auch gleich Elvira, meine Gastmutter, kennenlernen. Morgens habe ich Alia kennengelernt, meine Schwester.
Elvira hat mir dann erstmal was zu Essen warm gemacht, den Namen hab ich leider vergessen, aber es ist anscheinend typisch fuer hier. Reispfanne mit Karotten und Huehnchen… und das Ganze sehr fettig. Aber lecker. Dazu gab es dann чай (Tee) zu trinken, sehr sehr lecker!
Elvira musste dann auch wieder weg und so hatte ich genuegend Zeit mich ein bisschen umzuschauen, mich frisch zu machen, sowie mein Koffer auszupacken. (Uebrigens ist aeroflot sehr pingelig mit den 20kg Gepaeck. Die Jungs haben erst einiges noch ins Handgepaeck und durften dann jeder noch das eine Kilo zuviel bezahlen, immerhin 11Euro pro Kilo. Und wir Maedels haben aus Phillis Gepaeck noch etwas in mein Handgepaeck und dann waren wir zusammen bei 42kg. Schlussendlich kamen wir dann auf 20,6kg, was daran lag, dass ein kleiner Teil meines Rucksacks auf dem Rand der WIegemaschine lag, sprich: nicht mitgewogen wurde…. Glueck gehabt.)
Nachdem ich mich dann haeuslich eingerichtet habe, bin ich ein bisschen die Umgebung erkunden gegangen. Dabei habe ich dann diesen Obststand gefunden.
Inzwischen weiss ich, dass dies ein kleiner Obststand ist.
Nach 1,5h war ich dann auch wieder zuhause und war immer noch alleine. Habe dann noch etwas gegessen und gewartet, dass jemand nach Hause kommt. Denn ich war zwar total muede, aber ich durfte nicht schlafen, denn sonst waer niemand mehr in die Wohnung gekommen. (Man muss von innen einen Riegel vorschieben)
Irgendwann kamen dann auch Elvira und Atai (mein kleiner Bruder). Ich habe ihnen dann meine Geschenke gegeben, sie haben sich sehr gefreut! Und ich hab zusammen mit Atai das Lego zusammen gebaut. Danach habe ich mit ihm und seinen Autos, sowie dem Lego gespielt. Unsere Konversationen waren jedoch das Beste.. er redet mich verdammt schnell auf Russisch zu, ich frag >was?< und er sagt mir das Gleiche nochmal in demselben Tempo. Daher blieb es dabei, dass ich ihn reden liess. Irgendwann bin ich dann auch ins Bett.
Am Samstag hab ich dann erstmal lange geschlafen und als ich aufgestanden bin (um 11Uhr) gab es dann Fruehstueck. Und zwar gab es pommesaehnliche Kartoffelstreifen, in der Pfanne angebraten und dazu gab es Salat (Tomate und Paprika), sowie Brot. Und natuerlich wieder чай.
Mittags sind wir in die Stadt, erst einen Bankautomaten suchen, und erfolgreich gefunden. Habe ersteinmal die erlaubte Hoechstsumme abgehoben, 8 000 som (160Euro).
Wir leben hier uebrigens in einer Schein-Gesellschaft. Es gibt sogar 1 som Scheine (= 2cent).

Atai (mein kleiner Bruder), der Onkel dessen Name ich immer wieder vergesse, Elvira (meine Gastmutter) und Philli mit ihrem Woerterbuch
Danach sind wir zur plaza (heisst wirklich so), dort haben Alia und ich nach einem Handz fuer mich geschaut, da meine Anforderung war, dass auch das russische Alphabet drauf ist, wurde die Auswahl stark eingeschraenkt. Nachdem ich dann ein guenstiges gefunden hatte, hat die Verkaeuferin gesagt, dass man zum Kauf einen kirgisischen Pass brauche, und das war es dann erstmal mit dem Handy-Einkauf.
Alia hat dann eine Weile telefoniert (hier laeuft eh alles ueber das Handy) und danach meinte sie zu mir, dass Philli auch herkommen wuerde. ![]()
Kurz darauf kam Philli auch und wir durften erst ein sehr /leckeres/ Getraenk probieren, und wir haben den Kirgisen versprochen, dass es uns irgendwann schmecken wird. Wir haben dann auch festgestellt, dass wir jetzt Grosscousinen sind, denn ihr Onkel und meine Tante sind verheiratet und wohnen in Kanada. Doch gerade eben waren sie da, sodass wir beide mit dem Onkel dann ein bisschen Bischkek angeschaut haben, mit ihm kirgisisch essen waren (die essen immer SOOOO viel) und dann sind wir in die Berge gefahren und haben dort auf unser Jahr getrunken.
Uebrigens… kirgisischer Rotwein ist ja sooo lecker. Nur zu empfehlen. Richtig suess
Nachdem wir dort oben auf dem Berg waren, sind wir wieder nach Bischkek reingefahren. Uebrigens, die Strassenqualitaet ist hier echt wunderbar, lauter Schlagloecher und auch sonst nicht eben.
In Bischkek haben wir dann Alia und eine Freundin von ihr, Beta, getroffen. Wir sind dann erst zusammen, also Alia, Beta, Philli und ich, in ein Cafe und spaeter ins Kino (Мама Мия!).
Als wir aus dem Kino gekommen sind, hat es geregnet und nun wurde mir bewusst, wieso die Maedels hier alle hohe Schuhe anhaben.
Erst wollten wir dann in eine Bar gehen mit dem Namen Sweet 60s, aber dort hatten sie kein Strom, so sind wir mit dem Taxi in eine andere Bar gefahren, Musikrichtung Jazz.
Dort haben wir dann wieder was getrunken, also ich einen chilenischen Weisswein, nachdem die dort keine kirgisischen Weine zur Auswahl hatten und nach der Shisha sind wir dann auch gegen 1 Uhr nach Hause gefahren, also mit dem Taxi.
Und heute… erst lange geschlafen, dann eine Paprika gegessen. Irgendwann kam Atai vom Internetcafe und ich meinte, dass ich auch will. So sind wir nochmal los. Leider hat es in den Internetcafes in der Umgebung unserer Wohnung kein Internet, sondern es sind reine Computerspielcafes
.
Uebrigens bin ich sehr froh keinen Laptop dabei zu haben, denn meine Familie hat nicht einmal einen Computer, und so ist es schon besser. Alleine Atais Augen, als er meinen Discman gesehen hat, waren schon hart zu sehen.
Nun gut, wir sind dann noch eine Weile in unserem Bezirk rumgelaufen. Zur Erklaerung, ich wohne im Mikrorajon 6, eine Art Bezirk mit lauter Plattenbauten. So wohne ich z.B. im Mikrorajon 6, Haus 10, Wohnung 98.
Irgendwann sind wir dann nach Hause. Ich hab dann noch ein bisschen was gegessen und bin dann los Richtung Stadt um Perisat und die anderen Deutschen vor dem ZUM zu treffen.
Bin auch mit der richtigen Marschruka (Kleinbusse mit einer bestimmten Route) gefahren, nur leider habe ich den ZUM verpasst, sodass ich irgendwann meinen Sitznachbarn fragte und er nach hinten deutete. Bin dann noch ca. 15min zum ZUM gelaufen.
Dort angekommen habe ich mit Perisat ein Handy, sowie eine Handykarte gekauft.
Mit Perisat haben wir dann erst einmal einen Stadtplan von Bischkek gekauft, dann sind wir in ein Cafe und haben ueber alle moegliche geredet und sie hat uns einiges erklaert.
Und jetzt sitze ich hier. Es wird langsam dunkel, sodass ich mal eine Marschruka suchen sollte damit ich nach Hause komme. Denn im Dunkeln soll es sehr gefaehrlich sein.
Meine Handynummer ist jetzt uebrigens: +996 550 297 157
Wenn ihr wollt, koennt ihr mich ja mal anrufen.
Morgen um 8.30Uhr wird mich Perisat abholen und wir fahren zusammen zu meinem Kinderheim, damit ich den Weg kenne. Bin ja schon gespannt, wie das wird.
Das wars erstmal von mir.
Liebe Gruesse…
Lara


Hi Lara,
schön von dir zu hören. Hört sich ja ganz gut an. Des mit dem Geld find ich ja richtig lustig.
Ich war das Wochenende ja in Esslingen-Berkheim auf dem Ausbilderseminar. Das war teilweise ziemlich langweilig, aber teilweise auch interessant. Bin jetzt allerdings doch ziemlich müde.
Freu mich schon wieder von dir zu hören!!
LG
Maiki
das mit den schuhen ist auch in russland so ne sache für sich. in normalen wohnungen ist vor der eigentlichen wohnung ein vor-raum, in dem schuhe und mäntel abgelegt werden. ich finde es immer noch total komisch, wenn ich hier in deutschland jemanden mit schuhen im haus rumwatscheln seh.
kannst evtl mal ein paar preise nennen, damit man sich ungefähr vorstellen kann was eine „höchstsumme“ dort bedeutet?
Hi Laralein!!!;-)
Das hört sich ja voll toll an…..allle sind otz freundlich…ich glaub du wirst dich da richtig wohl fühlen.
Ich war ja au auf dem Seminar in Esslingen-Berkheim. Was da für leute waren…des hat mich echt verwundert…..aber es war wirklich witzig…vor allem der Abend, an dem wir mit 3 anderen in unserem Hotel Wein getrunken haben, nachdem wir festgestellt haben, dass in dem Kaff fast nichts los ist.
Ich freu mich auf jede Menge berichte!!!!!!!
Vermiss dich!!!!!!!!!!!!!
Hdl!!!!
Gruß
Franzi
laraaaa como stas eh!! klingt als hättest du dich fast schon eingelebt so viel wie du unterwegs bist jaja
wünsch dir ne geile zeit!! viel spass beim kirgisisch lernen gell
chauu